Was bei der Netz-Abschaltung passiert
Die deutschen Mobilfunknetze werden modernisiert, und dabei verschwinden nach und nach die ältesten Übertragungsstandards. Über viele Jahre liefen Mobiltelefone und vernetzte Geräte über das sogenannte 2G-Netz (auch GSM genannt) und das ältere 3G-Netz. Das 3G-Netz wurde in Deutschland bereits abgeschaltet. Beim 2G-Netz haben die Anbieter den schrittweisen Rückzug angekündigt – es soll zugunsten der moderneren Standards LTE (4G) und 5G weichen.
Parallel dazu wurde das klassische Analog-Festnetz weitgehend auf die Internet-Telefonie umgestellt (man nennt das auch „All-IP“). Das bedeutet: Die vertraute Telefondose an der Wand überträgt das Gespräch heute meist nicht mehr analog, sondern über den Internetanschluss. Für normale Telefonate fällt das kaum auf. Für Technik, die fest auf das alte Analogsignal ausgelegt ist, kann es aber zum Stolperstein werden.
Die Abschaltung alter Netze ist kein Grund zur Panik, sondern eine geplante Modernisierung. Wer ein digitales, mobilfunkbasiertes Gerät nutzt, ist davon nicht betroffen. Nur ältere Geräte, die zwingend auf 2G oder das Analog-Festnetz angewiesen sind, sollten rechtzeitig geprüft werden.
Warum alte Hausnotrufgeräte betroffen sein können
Ältere Hausnotrufgeräte wurden oft an die analoge Telefondose angeschlossen oder funkten über das 2G-Netz – und genau diese Wege werden nun stillgelegt. Ein Notruf muss im Ernstfall zuverlässig die Zentrale erreichen. Wenn das Gerät seine Verbindung jedoch über einen Übertragungsweg aufbaut, der abgeschaltet wird oder sich technisch verändert hat, kann der Notruf im schlimmsten Fall nicht mehr durchgehen.
Typische Risikofälle bei älteren Geräten sind:
- Anschluss an die analoge Telefondose: Nach der Umstellung auf Internet-Telefonie passt das alte Signal nicht mehr zwingend zum neuen Anschluss. Manche Altgeräte können den Notruf dann nicht mehr korrekt aufbauen.
- Reines 2G-Modul: Geräte, die ausschließlich über das 2G-Netz funken, verlieren ihre Verbindung, sobald dieses Netz in der Region abgeschaltet wird.
- Abhängigkeit vom Router: Ist das Gerät an den Internet-Router gekoppelt, fällt der Notruf bei einem Strom- oder Internetausfall ebenfalls aus, wenn keine eigene Absicherung vorhanden ist.
Wichtig zur Einordnung: Diese Umstellungen geschehen nicht über Nacht und nicht überall gleichzeitig. Trotzdem lohnt es sich, ein in die Jahre gekommenes Gerät rechtzeitig zu prüfen, statt im Ernstfall überrascht zu werden. Eine ausführliche Erklärung zur Technik finden Sie auch in unserem Ratgeber Hausnotruf ohne Festnetz.
Die BeWo-Lösung: digital über LTE/VoLTE
Das digitale Hausnotrufgerät von BeWo umgeht das Problem, weil es das moderne Mobilfunknetz nutzt und kein Festnetz benötigt. In jedem stationären Gerät (Lifeline Digital) steckt eine bereits eingebaute SIM-Karte. Darüber baut das Gerät seine Verbindung über LTE und VoLTE auf, also über die aktuellen Mobilfunkstandards – und kann bei Bedarf auch noch auf GSM zurückgreifen. Eine Telefondose, ein DSL-Anschluss oder ein WLAN-Router sind dafür nicht erforderlich.
Das macht das Gerät in mehrfacher Hinsicht zukunftssicher:
- Modernes Mobilfunknetz statt Analog-Festnetz: Der Notruf läuft über LTE/VoLTE und ist damit unabhängig von der Umstellung des Festnetzes auf Internet-Telefonie.
- Eingebaute SIM-Karte: Sie müssen keine SIM kaufen oder einrichten. Die Mobilfunkverbindung ist bereits Teil des Geräts und im Monatsbeitrag enthalten.
- Integrierter Notstromakku: Bei einem Stromausfall überbrückt der eingebaute Akku die Zeit weiter, und das Gerät meldet einen Netzstromausfall sogar an die Notrufzentrale.
- Rund um die Uhr erreichbar: Die Notrufzentrale ist 24 Stunden an 365 Tagen besetzt und meldet sich im Schnitt in unter 30 Sekunden.
Auch die mobilen Geräte von BeWo setzen auf das Mobilfunknetz. Das MobileCare.pro funktioniert deutschlandweit per Mobilfunk und ortet im Notfall per GPS, Glonass und Beidou auf wenige Meter genau. Das Notruf-Handy verbindet Sie auf Tastendruck direkt mit der Zentrale, die sofort Ihre hinterlegten Daten vor sich sieht. Der persönliche Funksender (das Lifeline-Pendant) ist nach IP67 wasserdicht und hat eine Batterie, die bis zu fünf Jahre hält.
Was Betroffene mit altem Gerät tun sollten
Wer noch ein älteres Hausnotrufgerät nutzt, sollte in Ruhe prüfen, worüber es seinen Notruf eigentlich aufbaut. Sie müssen dafür kein Technik-Profi sein – die folgenden Schritte helfen bei der Einordnung:
- Anschluss prüfen: Hängt das Gerät an der Telefondose oder am Router? Dann ist es vom Wandel des Festnetzes potenziell betroffen.
- Alter und Standard erfragen: Fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter, ob Ihr Gerät über das Mobilfunknetz und über welchen Standard (2G/LTE) es funkt. Reine 2G-Geräte sind die größte Risikogruppe.
- Regelmäßig Probealarm machen: Ein Probeanruf zeigt, ob die Verbindung zur Zentrale noch zuverlässig steht. Das gilt für jedes Gerät, unabhängig vom Alter.
- Auf ein digitales Gerät umsteigen: Im Zweifel ist der Wechsel auf ein modernes, mobilfunkbasiertes Gerät der unkomplizierteste Weg, dauerhaft auf der sicheren Seite zu sein.
Wenn Ihr aktuelles Gerät heute funktioniert, müssen Sie nicht überstürzt handeln. Sinnvoll ist es jedoch, die Übertragungsart zu klären, bevor in Ihrer Region ein alter Netzstandard endgültig abgeschaltet wird. So bleibt Ihr Notruf jederzeit zuverlässig erreichbar.
So einfach ist der Umstieg bei BeWo
Der Wechsel zu einem digitalen BeWo-Gerät ist bewusst unkompliziert gehalten. Im Standardfall kommt das Gerät funktionsfertig per Post zu Ihnen. Dank der eingebauten SIM-Karte müssen Sie es nur aufstellen, einschalten und einen kurzen Probeanruf machen – ohne Selbstaufbau-Stress. Wenn Sie unsicher sind, hilft unser Team Ihnen telefonisch Schritt für Schritt weiter.
In den Regionen Bremen, Vellmar und Kassel bieten wir auf Wunsch zusätzlich eine kostenlose persönliche Einrichtung durch unser Technik-Team vor Ort an. So müssen Sie sich um nichts kümmern.
BeWo Telehealthcare ist seit 1987 als Anbieter tätig, hat seinen Sitz in Bremen mit einer Niederlassung in Vellmar, gehört seit 2022 zur Tunstall Gruppe und ist Mitglied im Bundesverband Hausnotruf e. V. Die Tarife beginnen bei 27 € im Monat (Basis), gefolgt von Standard (49 €), Standard Plus (52 €) und Sicherheit (75 €). Es gibt keine Anschlussgebühr und keine Einrichtungskosten, die Geräte sind gemietet. Die Mindestlaufzeit beträgt drei Monate, danach ist der Vertrag monatlich kündbar. Ab Pflegegrad 1 bezuschusst die Pflegekasse den Hausnotruf mit bis zu 27 € monatlich (§ 40 Abs. 4 SGB XI) – stellen Sie den Antrag bitte vor Vertragsabschluss. Wie sich die Kosten genau zusammensetzen, lesen Sie im Ratgeber Was kostet ein Hausnotruf?.
Häufige Fragen
Nicht über Nacht. Die Abschaltung erfolgt schrittweise und regional unterschiedlich. Betroffen sind vor allem ältere Geräte, die ausschließlich über das 2G-Netz funken oder fest an die analoge Telefondose angeschlossen sind. Digitale Geräte über LTE/VoLTE sind nicht betroffen.
Prüfen Sie, ob das Gerät an der Telefondose oder am Router hängt, und fragen Sie Ihren bisherigen Anbieter nach dem genutzten Mobilfunkstandard. Reine 2G-Geräte und Geräte am Analog-Festnetz gehören zur Risikogruppe. Ein regelmäßiger Probealarm zeigt zudem, ob die Verbindung steht.
Nein. Das stationäre Gerät (Lifeline Digital) hat eine eingebaute SIM-Karte und baut seinen Notruf über das Mobilfunknetz (LTE/VoLTE, bei Bedarf GSM) auf. Sie benötigen weder Festnetz noch WLAN oder Router – nur eine Steckdose und Mobilfunkempfang.
Das Gerät hat einen integrierten Notstromakku, der einen Stromausfall überbrückt. Zusätzlich meldet es einen Netzstromausfall automatisch an die Notrufzentrale, sodass die Lage dort bekannt ist.
Im Standardfall kommt das Gerät funktionsfertig per Post. Dank eingebauter SIM müssen Sie es nur aufstellen, einschalten und einen Probeanruf machen; telefonische Hilfe steht bereit. In Bremen, Vellmar und Kassel richtet unser Technik-Team das Gerät auf Wunsch kostenlos vor Ort ein.
Jetzt zukunftssicher umsteigen
Das digitale BeWo-Gerät nutzt das moderne Mobilfunknetz mit eingebauter SIM – ganz ohne Festnetz und unabhängig von der Abschaltung alter Netze. Seit 1987 sorgt unsere rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale für Sicherheit. Tarife ab 27 € im Monat, mit Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 27 € ab Pflegegrad 1. Wir beraten Sie gern.