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Hausnotruf-Glossar: Begriffe einfach erklärt

Von Notrufknopf bis Pflegehilfsmittel – die wichtigsten Begriffe rund um den Hausnotruf, verständlich erklärt für Senioren und Angehörige.

A B E F G H K M N P R S T Ü W

A

Ambient Assisted Living (AAL)

Auch bekannt als: altersgerechte Assistenzsysteme, umgebungsunterstütztes Leben, AAL-Systeme

Ambient Assisted Living (AAL) ist der Sammelbegriff für technische Systeme, die ältere oder hilfebedürftige Menschen unauffällig im Alltag unterstützen und ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen. Dazu gehören zum Beispiel Hausnotrufgeräte, automatische Sturzsensoren und vernetzte Rauchwarnmelder, die im Ernstfall selbsttätig Alarm auslösen. Ziel ist es, Sicherheit zu erhöhen, ohne die gewohnte Lebensweise einzuschränken. Der Hausnotruf gilt als eine der bekanntesten AAL-Anwendungen.

Anschlussgebühr

Auch bekannt als: Einrichtungsgebühr, Anschlusskosten, Aktivierungsgebühr

Eine Anschlussgebühr ist eine einmalige Gebühr, die manche Hausnotruf-Anbieter für die erstmalige Einrichtung und Aufschaltung des Geräts berechnen. Sie kommt zum laufenden Monatsbeitrag hinzu und unterscheidet sich je nach Anbieter. Bei BeWo fällt keine Anschlussgebühr an; Einrichtung, Einweisung und Probenotruf durch den Techniker vor Ort sind kostenlos.

Aufschaltung

Auch bekannt als: Zentralenaufschaltung, Geräte-Aufschaltung, Anbindung an die Notrufzentrale

Die Aufschaltung ist die technische Anbindung eines Hausnotrufgeräts an eine Notrufzentrale, damit ausgelöste Notrufe dort rund um die Uhr eingehen und bearbeitet werden. Nach der Aufschaltung wird in der Regel ein Probenotruf ausgelöst, um die Verbindung zu prüfen. Bei BeWo können auch Pflegedienste und Sozialstationen ihre Geräte im Rahmen eines Partnermodells auf die BeWo-Notrufzentrale aufschalten lassen.

B

Basisstation

Auch bekannt als: Hausnotrufgerät, Basisgerät, Teilnehmerstation

Die Basisstation ist das zentrale Gerät eines Hausnotrufsystems, das in der Wohnung steht, das Funksignal des Notrufknopfs empfängt und die Sprechverbindung zur Notrufzentrale aufbaut. Sie verfügt über ein empfindliches Mikrofon und einen lauten Lautsprecher, sodass ein Gespräch von überall im Raum möglich ist – auch vom Boden aus. Die Geräte von BeWo haben eine eingebaute SIM-Karte und funktionieren daher auch ohne Festnetzanschluss.

Betreutes Wohnen / Servicewohnen

Auch bekannt als: Servicewohnen, Wohnen mit Service, Seniorenwohnen

Betreutes Wohnen – auch Servicewohnen genannt – ist eine Wohnform, bei der Seniorinnen und Senioren selbstständig in einer eigenen, meist barrierearmen Wohnung leben und je nach Bedarf Betreuungs- und Serviceleistungen hinzubuchen können. Ein Hausnotruf gehört in vielen Servicewohnanlagen zur Grundausstattung, damit Bewohner im Notfall schnell Hilfe rufen können. BeWo stattet unter anderem Servicewohnanlagen mit Hausnotruf-Technik aus.

Bezugsperson

Auch bekannt als: Kontaktperson, Notfallkontakt, Vertrauensperson

Eine Bezugsperson ist im Hausnotruf ein vertrauter Mensch aus dem Umfeld des Nutzers, der bei einem Alarm benachrichtigt wird und im Notfall helfen kann. Das können Angehörige, Nachbarn oder Freunde sein, die idealerweise in der Nähe wohnen und einen Wohnungsschlüssel besitzen. Die Notrufzentrale entscheidet je nach Situation, ob die Bezugsperson, ein Pflegedienst oder der Rettungsdienst verständigt wird. Die Kontaktdaten der Bezugspersonen werden bei der Einrichtung des Hausnotrufs hinterlegt.

Bundesverband Hausnotruf e.V.

Auch bekannt als: Bundesverband Hausnotruf, Hausnotruf-Verband

Der Bundesverband Hausnotruf e.V. ist ein Branchenverband, in dem sich Hausnotruf-Anbieter in Deutschland zusammengeschlossen haben. Er vertritt die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder und setzt sich für eine gute Qualität der Hausnotruf-Versorgung ein. BeWo ist Mitglied im Bundesverband Hausnotruf e.V.

E

Eigenanteil

Auch bekannt als: Zuzahlung, Eigenleistung, Restkosten

Der Eigenanteil ist der Teil der monatlichen Hausnotruf-Kosten, den Teilnehmer nach Abzug des Pflegekassen-Zuschusses selbst bezahlen. Die Pflegekasse übernimmt ab Pflegegrad 1 bis zu 27 Euro im Monat als Pflegehilfsmittel (§ 40 Abs. 4 SGB XI); der Antrag sollte vor Vertragsabschluss gestellt werden. Beim BeWo-Basis-Tarif (27 Euro im Monat) kann der Eigenanteil dadurch auf 0 Euro sinken.

Einrichtungsservice (Installation)

Auch bekannt als: Installationsservice, Inbetriebnahme, Geräteeinrichtung

Der Einrichtungsservice ist die Installation und Inbetriebnahme des Hausnotruf-Geräts durch einen Techniker direkt in der Wohnung des Teilnehmers. Dazu gehören üblicherweise das Anschließen der Basisstation, eine verständliche Einweisung in die Bedienung und ein Probenotruf, der die Verbindung zur Notrufzentrale testet. Bei BeWo sind Einrichtung, Einweisung und Probenotruf vor Ort kostenlos.

F

Fehlalarm / Falschalarm

Auch bekannt als: Falschalarm, versehentlicher Notruf, Täuschungsalarm

Ein Fehlalarm ist ein Notruf, der versehentlich ausgelöst wird, ohne dass eine echte Notlage vorliegt – etwa durch unbeabsichtigtes Drücken des Notrufsenders. Beim Hausnotruf ist das unproblematisch: Die Mitarbeiter der Notrufzentrale melden sich über die Sprechverbindung und klären die Situation. Teilnehmer sollten den Knopf deshalb im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig drücken.

Freisprechfunktion

Auch bekannt als: Freisprecheinrichtung, Freisprechanlage

Die Freisprechfunktion ist eine Ausstattung des Hausnotrufgeräts, die ein Gespräch mit der Notrufzentrale ermöglicht, ohne dass ein Telefonhörer in die Hand genommen werden muss. Dank empfindlichem Mikrofon und lautem Lautsprecher in der Basisstation funktioniert die Verständigung auch über mehrere Meter Entfernung. Das ist besonders wichtig, wenn jemand nach einem Sturz auf dem Boden liegt und das Gerät nicht erreichen kann.

Funkfinger

Auch bekannt als: Notrufsender, Handsender, Notrufknopf

Ein Funkfinger ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den tragbaren Funksender eines Hausnotrufsystems, mit dem per Knopfdruck ein Notruf ausgelöst wird. Der Begriff stammt aus der Anfangszeit des Hausnotrufs und wird heute meist durch Bezeichnungen wie Notrufknopf, Notrufarmband oder Halsbandsender ersetzt. Technisch handelt es sich um einen kleinen Sender, der das Notrufsignal per Funk an die Basisstation überträgt.

Funkreichweite

Auch bekannt als: Reichweite, Sendereichweite

Die Funkreichweite ist die maximale Entfernung, über die der tragbare Notrufsender sein Signal an die Basisstation des Hausnotrufsystems übertragen kann. Beim stationären Hausnotrufgerät von BeWo beträgt sie bis zu 80 Meter und deckt damit in der Regel die gesamte Wohnung sowie oft auch Balkon, Keller oder Garten ab. Für unterwegs außerhalb dieser Reichweite gibt es mobile Notrufgeräte mit GPS, die deutschlandweit funktionieren.

G

Gerätemiete

Auch bekannt als: Mietgerät, Leihgerät, Mietmodell

Gerätemiete bedeutet, dass die Hausnotruf-Geräte nicht gekauft, sondern für die Dauer des Vertrags gegen die monatliche Gebühr überlassen werden. Der Anbieter bleibt Eigentümer der Technik und kümmert sich um deren Funktionsfähigkeit. Bei BeWo werden alle Geräte gemietet: Es fallen weder Kaufpreise noch Anschlussgebühren an, und der Austausch bei einem Defekt sowie die Abholung nach einer Kündigung sind kostenlos.

Gerätewartung

Auch bekannt als: Wartung, Gerätecheck, Funktionsprüfung

Gerätewartung ist die regelmäßige Überprüfung und Instandhaltung eines Hausnotruf-Systems, damit es im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Dazu gehören Funktionstests, Probenotrufe und der Austausch defekter Geräteteile. Da die Geräte bei BeWo gemietet werden, ist der Austausch bei einem Defekt kostenlos; auch Einrichtung, Einweisung und Probenotruf durch den Techniker vor Ort kosten nichts.

GPS-Ortung

Auch bekannt als: Satellitenortung, Standortbestimmung, GPS-Tracking

GPS-Ortung ist die Bestimmung des aktuellen Standorts einer Person oder eines Geräts mithilfe von Satellitensignalen. Bei mobilen Notrufgeräten ermöglicht sie der Notrufzentrale, im Notfall den Aufenthaltsort der hilfesuchenden Person zu ermitteln und Helfer gezielt dorthin zu schicken. Im Freien ist die Ortung in der Regel auf wenige Meter genau.

H

Halsbandsender

Auch bekannt als: Notrufkette, Umhängesender, Halskette mit Notrufknopf

Ein Halsbandsender ist ein Notrufsender, der an einer Kette oder einem Band um den Hals getragen wird und per Knopfdruck einen Hausnotruf auslöst. Er liegt direkt am Körper und ist damit auch nachts oder beim Anziehen schnell erreichbar. Wie das Notrufarmband ist der Sender wasserdicht und kann beim Duschen oder Baden getragen werden. Ob Halsband oder Armband, ist eine Frage des persönlichen Tragekomforts – die Funktion ist identisch.

Hausnotruf

Auch bekannt als: Seniorennotruf, Heimnotruf, Notrufsystem für Zuhause

Ein Hausnotruf ist ein Notrufsystem für die eigene Wohnung, mit dem hilfebedürftige Menschen per Knopfdruck rund um die Uhr eine Notrufzentrale erreichen können. Das System besteht aus einer Basisstation mit Freisprechfunktion und einem tragbaren Funksender, der als Armband oder Halsband getragen wird. Ab Pflegegrad 1 bezuschusst die Pflegekasse einen Hausnotruf mit bis zu 27 Euro im Monat, wenn der Antrag vor Vertragsabschluss gestellt wird. BeWo bietet Hausnotrufsysteme seit 1987 an und ist Mitglied im Bundesverband Hausnotruf e.V.

Hausnotruf vs. Notruf 112

Auch bekannt als: Unterschied Hausnotruf und Notruf, Hausnotruf oder 112

Hausnotruf und Notruf 112 sind zwei sich ergänzende Wege, im Notfall Hilfe zu holen. Bei akuter Lebensgefahr sollte immer direkt die 112 gewählt werden – sie alarmiert unmittelbar Rettungsdienst und Feuerwehr. Der Hausnotruf ist dagegen die dauerhafte Absicherung für zu Hause: Auf Knopfdruck meldet sich die Notrufzentrale, klärt die Situation und alarmiert bei Bedarf selbst den Rettungsdienst.

Hausnotruf-Partnermodell

Auch bekannt als: Partnermodell, Kooperationsmodell Hausnotruf, Partner werden

Ein Hausnotruf-Partnermodell ist eine Form der Zusammenarbeit, bei der Pflegedienste, Sozialstationen oder Wohnanlagen die Hausnotrufgeräte ihrer Klienten auf die Notrufzentrale eines spezialisierten Anbieters aufschalten lassen, statt selbst eine durchgehende Bereitschaft zu betreiben. Die Zentrale nimmt die Notrufe entgegen, während der Partner Ansprechpartner vor Ort bleibt. BeWo bietet solche Partnermodelle an und schaltet die Geräte von Partnern auf die eigene, rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale auf.

Hausnotrufzentrale

Auch bekannt als: Notrufzentrale, Notrufleitstelle, Servicezentrale

Eine Hausnotrufzentrale ist eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle, die eingehende Hausnotrufe entgegennimmt und im Notfall passende Hilfe organisiert. Den Mitarbeitenden liegen die hinterlegten Daten der Teilnehmer vor, etwa Vorerkrankungen und Kontaktpersonen, sodass sie je nach Situation Angehörige, einen Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst verständigen können. Bei der Notrufzentrale von BeWo vergehen durchschnittlich weniger als zwei Minuten bis zur Sprechverbindung.

Hilfsmittel (Krankenkasse)

Auch bekannt als: medizinische Hilfsmittel, Hilfsmittelverzeichnis, Pflegehilfsmittel

Hilfsmittel sind Gegenstände oder Geräte, die die gesetzliche Krankenkasse nach § 33 SGB V bezahlt oder bezuschusst, um den Erfolg einer Behandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen – zum Beispiel Rollatoren, Hörgeräte oder Badewannenlifte. Welche Produkte übernommen werden, ist im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen aufgeführt; in der Regel ist eine ärztliche Verordnung nötig. Der Hausnotruf gehört nicht zu den Hilfsmitteln der Krankenkasse, sondern zählt als Pflegehilfsmittel, das die Pflegekasse ab Pflegegrad 1 mit bis zu 27 Euro im Monat bezuschusst.

Hintergrunddienst / 24h-Bereitschaft

Auch bekannt als: 24-Stunden-Bereitschaft, Bereitschaftsdienst, Hausnotruf-Einsatzdienst

Der Hintergrunddienst ist ein rund um die Uhr einsatzbereiter Bereitschaftsdienst des Hausnotruf-Anbieters, der nach einem Notruf zur Wohnung des Nutzers fährt, wenn keine Bezugsperson erreichbar ist. Die Mitarbeiter verschaffen sich über den hinterlegten Schlüssel Zugang, leisten Hilfe vor Ort und ziehen bei Bedarf den Rettungsdienst hinzu. Bei BeWo ist die 24h-Bereitschaft zusammen mit der Schlüsselhinterlegung im Standard-Tarif enthalten.

K

Kostenübernahme Hausnotruf

Auch bekannt als: Hausnotruf auf Rezept, Zuschuss Hausnotruf, Hausnotruf Pflegekasse

Die Kostenübernahme beim Hausnotruf ist die teilweise oder vollständige Finanzierung der monatlichen Gebühren durch die Pflegekasse. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1; die Pflegekasse zahlt dann nach § 40 Abs. 4 SGB XI einen Zuschuss von bis zu 27 Euro pro Monat. Der Antrag muss vor dem Vertragsabschluss mit dem Hausnotruf-Anbieter gestellt werden. Da der BeWo-Basistarif 27 Euro im Monat kostet, kann er bei bewilligtem Zuschuss ohne Eigenanteil genutzt werden.

Kündigungsfrist

Auch bekannt als: Kündigungstermin, Vertragskündigung

Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum, der zwischen dem Eingang einer Kündigung und dem tatsächlichen Ende eines Vertrags mindestens liegen muss. Sie ist im Vertrag festgelegt und bestimmt, zu welchem Termin der Vertrag frühestens endet. Beim BeWo-Hausnotruf gilt nach der dreimonatigen Mindestlaufzeit eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende; die Abholung der gemieteten Geräte nach der Kündigung ist kostenlos.

M

Medizinischer Dienst (MD)

Auch bekannt als: MDK, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung, Pflegebegutachtung

Der Medizinische Dienst (MD) ist der unabhängige Begutachtungs- und Beratungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland. Im Auftrag der Pflegekasse prüft er meist bei einem Hausbesuch, wie selbstständig eine Person ihren Alltag bewältigt, und empfiehlt auf dieser Grundlage einen Pflegegrad. Bis 2021 war er unter dem Namen Medizinischer Dienst der Krankenversicherung (MDK) bekannt. Ein anerkannter Pflegegrad ist zugleich die Voraussetzung dafür, dass die Pflegekasse einen Hausnotruf bezuschusst.

Mindestlaufzeit

Auch bekannt als: Mindestvertragslaufzeit, Vertragslaufzeit

Die Mindestlaufzeit ist der Zeitraum, für den ein Vertrag mindestens abgeschlossen wird und in dem eine ordentliche Kündigung nicht möglich ist. Bei Hausnotruf-Verträgen lohnt sich vor Vertragsabschluss ein Blick auf diese Frist, damit man flexibel bleibt. Beim BeWo-Hausnotruf beträgt die Mindestlaufzeit drei Monate; danach ist der Vertrag monatlich mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.

Mobiler Notruf

Auch bekannt als: mobiler Hausnotruf, Notruf für unterwegs, GPS-Notruf

Ein mobiler Notruf ist ein tragbares Notrufgerät, das über das Mobilfunknetz funktioniert und damit auch unterwegs eine Verbindung zur Notrufzentrale herstellt – etwa beim Einkaufen, Spazierengehen oder im Garten. Dank integrierter GPS-Ortung kann die Zentrale im Notfall den Standort der hilfesuchenden Person bestimmen und Hilfe dorthin schicken. Der mobile Notruf von BeWo funktioniert deutschlandweit, der Akku hält bis zu drei Tage.

Monatsbeitrag

Auch bekannt als: Monatsgebühr, monatliche Kosten, Monatspauschale

Der Monatsbeitrag ist der feste monatliche Preis für einen Hausnotruf-Dienst, der üblicherweise die Gerätemiete und die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft der Notrufzentrale abdeckt. Da die Geräte gemietet werden, fallen keine Kaufpreise an. Bei BeWo liegen die Monatsbeiträge je nach Tarif zwischen 27 und 75 Euro. Ab Pflegegrad 1 übernimmt die Pflegekasse auf Antrag bis zu 27 Euro monatlich, sodass der Eigenanteil im Basis-Tarif auf 0 Euro sinken kann.

N

Notfalldaten

Auch bekannt als: Notfallinformationen, Gesundheitsdaten, Stammdaten

Notfalldaten sind die persönlichen und gesundheitlichen Angaben eines Hausnotruf-Teilnehmers, die in der Notrufzentrale hinterlegt sind – zum Beispiel Vorerkrankungen, Medikamente, Hausarzt und Kontaktpersonen. Im Notfall helfen diese Informationen der Zentrale, schnell die passende Hilfe zu organisieren. Damit die Angaben stimmen, sollten sie bei Änderungen aktualisiert werden; im BeWo-Tarif Standard Plus werden die Daten proaktiv aktuell gehalten.

Notrufarmband

Auch bekannt als: SOS-Armband, Armbandsender, Notrufuhr

Ein Notrufarmband ist ein am Handgelenk getragener Notrufsender, mit dem per Knopfdruck ein Hausnotruf ausgelöst wird. Es sitzt wie eine Armbanduhr fest am Arm und ist dadurch jederzeit erreichbar, ohne zu stören. Da das Armband wasserdicht ist, kann es auch beim Duschen und Baden getragen werden. Wer kein Armband mag, kann den Sender alternativ als Halsbandsender tragen.

Notrufknopf

Auch bekannt als: Notfallknopf, Alarmknopf, SOS-Knopf

Ein Notrufknopf ist ein kleiner tragbarer Sender, der auf Knopfdruck einen Notruf an die Basisstation des Hausnotrufsystems auslöst und so die Verbindung zur Notrufzentrale herstellt. Er wird am Handgelenk oder um den Hals getragen, damit er im Notfall – etwa nach einem Sturz – sofort griffbereit ist. Die Sender sind wasserdicht und können daher auch beim Duschen oder Baden getragen werden, wo viele Unfälle passieren.

Notstromakku / Pufferbatterie

Auch bekannt als: Notstrombatterie, Akkupuffer, Stützbatterie

Ein Notstromakku (auch Pufferbatterie genannt) ist eine in ein Gerät eingebaute Batterie, die bei einem Stromausfall automatisch die Energieversorgung übernimmt. In der Basisstation eines Hausnotrufs sorgt der integrierte Akku dafür, dass Notrufe auch ohne Netzstrom für eine begrenzte Zeit möglich bleiben. Sobald der Strom wieder fließt, lädt sich der Akku selbstständig auf – die Teilnehmer müssen nichts tun.

P

Paniktaste

Auch bekannt als: Panikknopf, SOS-Taste, Alarmtaste

Eine Paniktaste ist ein zusätzlicher Alarmknopf, mit dem Hausnotruf-Teilnehmer in bedrohlichen Situationen – etwa bei einem Einbruch oder einem medizinischen Schreckmoment – sofort einen Alarm an die Notrufzentrale senden können. Anders als der am Körper getragene Notrufsender ist sie meist fest in der Wohnung angebracht, zum Beispiel im Schlafzimmer oder im Flur. Bei BeWo ist die Paniktaste Bestandteil des Tarifs Sicherheit.

Pflegegeld

Auch bekannt als: Pflegegeld nach § 37 SGB XI, Pflegegeld der Pflegekasse

Pflegegeld ist eine monatliche Geldleistung der Pflegekasse nach § 37 SGB XI für Menschen, die zu Hause von Angehörigen, Freunden oder anderen ehrenamtlichen Personen gepflegt werden. Es wird ab Pflegegrad 2 gezahlt, die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad. Über die Verwendung kann die pflegebedürftige Person frei entscheiden, zum Beispiel als Anerkennung für die pflegenden Angehörigen.

Pflegegrad

Auch bekannt als: Pflegestufe, Pflegeeinstufung

Ein Pflegegrad ist eine Einstufung der Pflegeversicherung, die angibt, wie stark die Selbstständigkeit eines Menschen im Alltag eingeschränkt ist. Es gibt fünf Pflegegrade, wobei Pflegegrad 1 eine geringe und Pflegegrad 5 die schwerste Beeinträchtigung bezeichnet. Die Einstufung erfolgt nach einer Begutachtung, zum Beispiel durch den Medizinischen Dienst, und entscheidet darüber, welche Leistungen die Pflegekasse übernimmt. Bereits ab Pflegegrad 1 kann die Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 27 Euro monatlich zu einem Hausnotruf zahlen.

Pflegehilfsmittel

Auch bekannt als: Hilfsmittel zur Pflege, Pflegehilfen

Pflegehilfsmittel sind Geräte und Produkte, die die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Dazu zählen zum Beispiel Pflegebetten, Verbrauchsprodukte wie Einmalhandschuhe und technische Hilfen wie der Hausnotruf. Die Kosten übernimmt nach § 40 SGB XI ganz oder teilweise die Pflegekasse, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Der Hausnotruf ist als Pflegehilfsmittel anerkannt und wird ab Pflegegrad 1 mit bis zu 27 Euro monatlich bezuschusst.

Pflegehilfsmittelpauschale (§ 40 SGB XI)

Auch bekannt als: Pflegehilfsmittel-Zuschuss, § 40 SGB XI Zuschuss, Hausnotruf-Zuschuss

Die Pflegehilfsmittelpauschale nach § 40 SGB XI ist eine monatliche Leistung der Pflegekasse für Hilfsmittel, die die Pflege zu Hause unterstützen. Für einen Hausnotruf übernimmt die Pflegekasse nach § 40 Abs. 4 SGB XI ab Pflegegrad 1 bis zu 27 Euro im Monat. Wichtig ist, dass der Antrag bei der Pflegekasse vor dem Abschluss des Hausnotruf-Vertrags gestellt wird. Beim BeWo-Basistarif von 27 Euro monatlich kann der Zuschuss die Kosten damit vollständig abdecken.

Pflegekasse

Auch bekannt als: Pflegeversicherung, gesetzliche Pflegeversicherung

Die Pflegekasse ist der Träger der gesetzlichen Pflegeversicherung und bei jeder Krankenkasse angesiedelt. Sie prüft Anträge auf einen Pflegegrad und finanziert Leistungen wie Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Pflegehilfsmittel. Auch ein Hausnotruf kann von der Pflegekasse bezuschusst werden: Ab Pflegegrad 1 sind bis zu 27 Euro pro Monat möglich, wenn der Antrag vor Vertragsabschluss gestellt wird.

R

Rauchwarnmelder (vernetzt)

Auch bekannt als: Funk-Rauchmelder, vernetzter Rauchmelder, aufgeschalteter Rauchmelder

Ein vernetzter Rauchwarnmelder ist ein Rauchmelder, der bei Rauchentwicklung nicht nur vor Ort einen lauten Alarm auslöst, sondern die Meldung zusätzlich per Funk an das Hausnotrufgerät und damit an die Notrufzentrale weiterleitet. So wird auch dann Hilfe organisiert, wenn die betroffene Person schläft, nicht zu Hause ist oder nicht mehr selbst reagieren kann. BeWo bietet vernetzte Funk-Rauchwarnmelder als Ergänzung zum Hausnotruf an.

Rettungskette

Auch bekannt als: Hilfekette, Notfallkette

Die Rettungskette ist die Abfolge der Schritte, mit denen einem Menschen im Notfall geholfen wird – vom Absetzen des Notrufs über Erste Hilfe bis zur Versorgung durch den Rettungsdienst und im Krankenhaus. Beim Hausnotruf setzt die Notrufzentrale die Rettungskette in Gang: Sie spricht mit dem Teilnehmer und alarmiert je nach Lage Angehörige, den Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst. Die BeWo-Zentrale ist dafür rund um die Uhr besetzt.

S

Schlüsselhinterlegung

Auch bekannt als: Schlüsseldepot, Schlüsselkasten, Schlüsselsafe

Die Schlüsselhinterlegung ist die sichere Aufbewahrung eines Wohnungsschlüssels, damit Helfer im Notfall ohne Türaufbruch in die Wohnung gelangen können. Der Schlüssel wird dafür zum Beispiel in einem gesicherten Schlüsselkasten an der Wohnung deponiert, auf den nur autorisierte Einsatzkräfte Zugriff haben. So lassen sich im Ernstfall Zeit und die Kosten eines aufgebrochenen Schlosses sparen. Bei BeWo ist die Schlüsselhinterlegung mit gesichertem Schlüsselkasten im Standard-Tarif enthalten.

Seniorenalarm

Auch bekannt als: Hausnotruf, Notrufknopf für Senioren, Notrufsystem für Senioren

Ein Seniorenalarm ist ein Notrufsystem, mit dem ältere Menschen im Notfall per Knopfdruck Hilfe rufen können. Der Begriff wird umgangssprachlich für den klassischen Hausnotruf verwendet: Ein am Körper getragener Sender stellt eine Sprechverbindung zu einer rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale her. Diese organisiert je nach Situation Hilfe durch Angehörige, einen Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst.

SEPA-Lastschriftmandat

Auch bekannt als: Einzugsermächtigung, SEPA-Mandat, Lastschriftverfahren

Ein SEPA-Lastschriftmandat ist die schriftliche Erlaubnis an ein Unternehmen, fällige Beträge per Lastschrift vom eigenen Bankkonto einzuziehen. Es ersetzt die frühere Einzugsermächtigung und gilt einheitlich im europäischen Zahlungsraum (SEPA); einer Abbuchung kann man innerhalb von acht Wochen widersprechen. Auch im BeWo-Antragsformular wird ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt, damit die monatliche Gebühr automatisch abgebucht wird.

SGB XI

Auch bekannt als: Elftes Buch Sozialgesetzbuch, Pflegeversicherungsgesetz, soziale Pflegeversicherung

Das SGB XI ist das Elfte Buch des Sozialgesetzbuchs und regelt in Deutschland die soziale Pflegeversicherung. Es legt unter anderem fest, wer einen Pflegegrad erhält und welche Leistungen die Pflegekasse zahlt – etwa Pflegegeld, Pflegesachleistungen und Pflegehilfsmittel. Nach § 40 Abs. 4 SGB XI können Versicherte ab Pflegegrad 1 einen Zuschuss von bis zu 27 Euro monatlich für einen Hausnotruf erhalten; der Antrag sollte vor Vertragsabschluss bei der Pflegekasse gestellt werden.

SIM-Karte im Hausnotrufgerät

Auch bekannt als: Hausnotruf ohne Festnetz, integrierte SIM-Karte, Mobilfunk-Hausnotruf

Eine SIM-Karte im Hausnotrufgerät ist ein fest eingebauter Mobilfunkchip, über den das Gerät die Verbindung zur Notrufzentrale herstellt. Ein Festnetzanschluss ist dadurch nicht erforderlich – das Gerät funktioniert unabhängig vom Telefon- oder Internetanschluss in der Wohnung. Die Hausnotrufgeräte von BeWo sind standardmäßig mit einer eingebauten SIM-Karte ausgestattet.

Sturzerkennung

Auch bekannt als: automatische Sturzerkennung, Fallerkennung, Sturzdetektion

Sturzerkennung ist die automatische Erkennung eines Sturzes durch Sensoren, die Bewegung, Beschleunigung und Lage des Körpers auswerten. Erkennt das System einen Sturz, löst es ohne Knopfdruck einen Notruf aus und verständigt die Notrufzentrale. Da kein technisches System jeden Sturz sicher erkennen kann, bleibt der Notrufknopf immer als zusätzliche Möglichkeit verfügbar.

Sturzsensor

Auch bekannt als: Fallsensor, Sturzmelder, automatischer Sturzalarm

Ein Sturzsensor ist ein kleines, am Körper getragenes Gerät, das einen Sturz automatisch erkennt und selbstständig einen Notruf an die Notrufzentrale auslöst. Er hilft besonders in Situationen, in denen die gestürzte Person den Notrufknopf nicht mehr selbst drücken kann, etwa bei Bewusstlosigkeit. Bei BeWo ist der automatische Sturzsensor als Ergänzung zum Hausnotruf erhältlich.

T

Tagestaste / Aktivitätskontrolle

Auch bekannt als: Aktivitätstaste, Mir-geht-es-gut-Taste, Tagesmeldung

Eine Tagestaste ist eine Funktion, die viele Hausnotruf-Systeme bieten: Der Teilnehmer drückt einmal täglich eine Taste und signalisiert damit der Notrufzentrale, dass es ihm gut geht. Bleibt diese Meldung aus, fragt die Zentrale aktiv nach oder verständigt hinterlegte Kontaktpersonen. So fällt auch dann etwas auf, wenn jemand hilflos ist und selbst keinen Notruf mehr auslösen kann.

Telecare

Auch bekannt als: Telehealthcare, technische Assistenzsysteme, Ambient Assisted Living

Telecare ist der Oberbegriff für technikgestützte Sicherheits- und Betreuungslösungen, die Menschen ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen. Dazu zählen unter anderem Hausnotrufsysteme, Sturzsensoren, vernetzte Rauchwarnmelder und mobile Notrufgeräte, die im Ernstfall automatisch oder per Knopfdruck eine Notrufzentrale verständigen. BeWo Telehealthcare ist seit 1987 in diesem Bereich tätig und gehört seit 2022 zur Tunstall Gruppe.

Testanruf

Auch bekannt als: Probealarm, Probeanruf, Funktionstest Hausnotruf

Ein Testanruf ist eine Probeauslösung des Hausnotrufs, mit der überprüft wird, ob Gerät, Sender und die Verbindung zur Notrufzentrale einwandfrei funktionieren. Dazu wird der Notrufknopf gedrückt und den Mitarbeitenden der Zentrale mitgeteilt, dass es sich um einen Test handelt. Regelmäßige Testanrufe – etwa einmal im Monat – stellen sicher, dass das System im Ernstfall zuverlässig arbeitet.

Tunstall Gruppe

Auch bekannt als: Tunstall, Tunstall Healthcare

Die Tunstall Gruppe ist ein international führender Anbieter von Telecare-Lösungen, also technischen Systemen, die ältere und hilfebedürftige Menschen zu Hause und unterwegs absichern. Das Unternehmen ist in vielen Ländern tätig und entwickelt unter anderem Hausnotruf- und Pflegetechnik. BeWo gehört seit 2022 zur Tunstall Gruppe.

Ü

Überspannungsschutz

Auch bekannt als: Blitzschutz, Überspannungsableiter

Überspannungsschutz ist eine technische Vorrichtung, die elektrische Geräte vor Schäden durch plötzliche Spannungsspitzen im Stromnetz schützt, wie sie etwa bei Gewittern entstehen können. Beim Hausnotruf sorgt er dafür, dass die Basisstation auch nach einem Blitzeinschlag in der Nähe zuverlässig weiterarbeitet. Bei BeWo ist der Überspannungsschutz ab dem Tarif Standard Plus enthalten.

W

Wasserdichtigkeit (IP-Schutzklasse)

Auch bekannt als: IP-Schutzart, Spritzwasserschutz, wasserdichter Notrufsender

Die IP-Schutzklasse ist eine genormte Angabe, wie gut ein elektrisches Gerät gegen das Eindringen von Wasser und Fremdkörpern wie Staub geschützt ist. Für Notrufsender ist das besonders wichtig, weil viele Stürze im Badezimmer passieren – der Sender sollte deshalb auch beim Duschen oder Baden getragen werden. Der Funksender von BeWo ist wasserdicht und kann daher rund um die Uhr am Körper bleiben.

Wohnungsöffnung im Notfall

Auch bekannt als: Türöffnung im Notfall, Schlüsselhinterlegung, Türnotöffnung

Die Wohnungsöffnung im Notfall bezeichnet den Zugang von Helfern zur Wohnung, wenn die betroffene Person die Tür nicht mehr selbst öffnen kann – etwa nach einem Sturz. Ist ein Wohnungsschlüssel hinterlegt, zum Beispiel in einem gesicherten Schlüsselkasten, können Helfer die Wohnung betreten, ohne die Tür aufbrechen zu müssen. Bei BeWo ist die Schlüsselhinterlegung im gesicherten Schlüsselkasten ab dem Standard-Tarif enthalten.

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