Aus welchen Teilen besteht ein Hausnotruf?
Ein Hausnotruf-System besteht aus zwei Hauptkomponenten, die zusammen nahtlos funktionieren:
Basisgerät: Wird in der Wohnung aufgestellt (Steckdose, kein Festnetz nötig). Enthält Lautsprecher und Mikrofon für Freisprechen sowie eine eingebaute SIM-Karte für den Mobilfunk-Notruf.
Sender (Armband oder Halsband): Klein, leicht, wasserdicht (IP67). Mit einem Knopfdruck wird der Notruf ausgelöst – auch unter der Dusche oder im Garten.
Der Sender kommuniziert per Funk mit dem Basisgerät. Die Reichweite beträgt bis zu 150 Meter – damit ist das gesamte Haus inklusive Garten abgedeckt. Kein WLAN, kein Bluetooth, kein Smartphone nötig.
Der Ablauf im Notfall – Schritt für Schritt
Was passiert wirklich, wenn Sie auf den Notrufknopf drücken? Hier der vollständige Ablauf:
Knopfdruck
Sie drücken auf den roten Knopf am Sender (Armband oder Halsband) – oder halten ihn kurz gedrückt. Das Basisgerät empfängt das Signal sofort.
Verbindungsaufbau (< 30 Sekunden)
Das Basisgerät wählt automatisch die 24/7-Notrufzentrale. Durchschnittliche Wartezeit: unter 30 Sekunden. Ein Mitarbeiter meldet sich mit Namen.
Freisprechen über das Basisgerät
Sie sprechen direkt mit dem Mitarbeiter – auch wenn Sie gestürzt sind und den Sender nicht mehr in der Hand haben. Das Mikrofon des Basisgeräts ist sehr empfindlich.
Situationseinschätzung
Der Mitarbeiter klärt die Situation: Brauchen Sie den Rettungsdienst, Ihre Angehörigen, den Pflegedienst oder genügt ein beruhigendes Gespräch?
Koordinierte Hilfe
Der Mitarbeiter alarmiert die passende Hilfe und informiert gleichzeitig Ihre hinterlegten Bezugspersonen. Sie sind bis zum Eintreffen der Hilfe nicht allein.
Was passiert in der Notrufzentrale?
Die BeWo-Notrufzentrale ist 365 Tage im Jahr, 24 Stunden täglich besetzt – kein Anrufbeantworter, kein Automat. Wenn Ihr Notruf eingeht, sieht der Mitarbeiter sofort:
- Ihren Namen und Ihre Adresse
- Ihre hinterlegten Bezugspersonen mit Telefonnummern
- Wichtige Informationen (Vorerkrankungen, Schlüssel vorhanden, etc.)
- Ihren Pflegegrad und Ihre Pflegekasse
Diese Daten werden bei Vertragsabschluss hinterlegt und können jederzeit aktualisiert werden. So kann die Notrufzentrale in Sekunden die richtige Entscheidung treffen.
Kein Problem. Der Mitarbeiter meldet sich per Freisprecher. Sie sagen einfach, dass alles in Ordnung ist – der Einsatz wird sofort abgebrochen. Es entstehen keine Kosten oder Konsequenzen.
Welche Technologie steckt dahinter?
| Eigenschaft | Stationäres Gerät | Mobiler GPS-Notruf |
|---|---|---|
| Verbindung | Mobilfunk (SIM inklusive) | Mobilfunk + GPS |
| Festnetz nötig? | Nein | Nein |
| Reichweite Sender | Bis 150 m | Bundesweit |
| Wasserdicht | IP67 (Dusche, Regen) | IP67 |
| Akku-Laufzeit | Mehrere Stunden Backup | Bis 3 Tage |
| Ortung für Angehörige | Adresse bekannt | GPS-Echtzeit |
Alle Daten werden verschlüsselt übertragen (SSL/TLS). BeWo nutzt ausschließlich Server in Deutschland.
Häufige Fragen zur Funktionsweise
Ja. Das Basisgerät hat einen integrierten Akku, der bei Stromausfall mehrere Stunden Betrieb sicherstellt. Eine akustische Warnung informiert Sie, wenn der Akku schwach wird.
Ja – gerade beim Schlafen und Duschen ist das Sturzrisiko erhöht. Die Sender sind IP67-wasserdicht, leicht und unauffällig. Viele Nutzer tragen sie dauerhaft.
Wenn die Notrufzentrale keine Antwort erhält, wird sofort die erste Bezugsperson kontaktiert. Falls auch diese nicht erreichbar ist, wird der Rettungsdienst alarmiert.
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