Ratgeber · Sicherheit & Technik

Sturzerkennung beim Hausnotruf:
Automatisch Hilfe rufen

Wenn ein Sturz passiert und Sie den Knopf nicht mehr drücken können – genau dann zählt die automatische Sturzerkennung. Wir erklären, wie sie funktioniert und für wen sie besonders wichtig ist.

04. 06. 2026 7 Min. Lesezeit Von BeWo Telehealthcare

Was ist Sturzerkennung?

Ein normaler Hausnotruf ist reaktiv – Sie drücken den Knopf, dann kommt Hilfe. Das setzt voraus, dass Sie nach einem Sturz noch handlungsfähig sind. Ein Sturzsensor geht einen Schritt weiter: Er erkennt einen Sturz automatisch und löst den Notruf selbstständig aus – auch wenn Sie bewusstlos oder schwer verletzt sind.

✓ Das Wichtigste

Ein Sturzsensor gibt Hilfe auch dann, wenn Sie den Knopf nicht mehr drücken können. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber einem normalen Sender.

Wie funktioniert der Sturzsensor?

Der Sturzsensor kombiniert mehrere Messtechnologien:

  • Beschleunigungssensor: Erkennt plötzliche Bewegungen (Fallen, Aufprall)
  • Lage-Sensor: Erkennt, dass die Person auf dem Boden liegt
  • Ruhephasenerkennung: Registriert, dass nach dem Sturz keine Bewegung mehr erfolgt
1

Sturz erkannt

Sensoren registrieren den typischen Bewegungsablauf eines Sturzes.

2

Wartezeit (10–30 Sek.)

Kurze Wartezeit, damit Fehlalarme (schnelles Hinsetzen, Liegenlassen des Sensors) vermieden werden.

3

Abbruchmöglichkeit

Ein Signal ertönt – wer fit ist, kann durch Bewegung oder Knopfdruck den Alarm abbrechen.

4

Automatischer Notruf

Bei keiner Reaktion wird automatisch die Notrufzentrale alarmiert.

Wann löst er aus – und wann nicht?

SituationSturzsensor
Sturz + keine Reaktion✓ Notruf ausgelöst
Sturz + Bewegung nach 20 Sek.Kein Alarm
Schnelles Hinsetzen oder LiegenKein Alarm (Lagesensor)
Sensor auf Tisch gelegtKein Alarm
Bewusstloser Sturz✓ Notruf ausgelöst
⚠ Wichtig: Kein 100%iger Schutz

Kein Sturzsensor erkennt 100 % aller Stürze. Sehr langsame Stürze (Gleiten) werden seltener erkannt. Zusätzlich ist immer ein manueller Notrufknopf vorhanden.

Für wen ist Sturzerkennung besonders wichtig?

  • Personen mit erhöhtem Sturzrisiko (Osteoporose, Schwindel, Gangprobleme)
  • Alleinlebende Senioren, die nachts niemanden in der Nähe haben
  • Personen nach Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen
  • Menschen, die Medikamente nehmen, die Schwindel verursachen können

Der BeWo Sturzsensor „Vibby"

BeWo bietet den Sturzsensor Vibby an – ein leichtes Armband oder Anhänger, der unauffällig getragen wird und bei erkanntem Sturz automatisch die BeWo-Notrufzentrale alarmiert.

  • Leicht und unauffällig – wie eine normale Uhr
  • IP67 wasserdicht – unter der Dusche sicher
  • Kombinierbar mit dem stationären Basisgerät
  • Im Tarif „Sicherheit" oder separat zubuchbar

Sturzsensor anfragen

Wir beraten Sie kostenlos, ob ein Sturzsensor für Ihre Situation sinnvoll ist.

Jetzt bestellen 0421 3898500

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